Lernen von den Rockstars

Veröffentlicht am 1. Januar 2026 um 00:50

Heute traf ich einen Rockstar.

Was ich an Rockstars liebe? Ihre Leichtigkeit. Ihre Eigenwilligkeit. Ist euch schon einmal aufgefallen, dass sie wirken, als würde ihre Energie nie versiegen? Sie stehen auf der Bühne und performen, als sei ihr Inneres zeitlos. Das Rockstar-Dasein ist im kollektiven Bewusstsein eng verknüpft mit Rebellion, Ausdruckskraft und dem Sprengen von Grenzen. Rock ist die Antwort auf den gesellschaftlichen Käfig, der uns übergestülpt wurde.

Doch ganz gleich, mit welchem Rockstar man spricht – eine Aussage taucht immer wieder auf: Sie hatten einen Traum. Oft entstand dieser schon in der Kindheit. Und sie hielten unbeirrbar an dieser Vision fest – selbst wenn sie dabei mittellos waren oder von anderen belächelt wurden. Konventionen? Zählen in ihrer Welt nicht. Und merkwürdigerweise akzeptieren wir das. Mehr noch: Wir feiern es. Sie dürfen ausrasten, Hotelzimmer zerlegen, rauchen, koksen, laut sein. Nicht, weil wir das alles gutheißen – sondern weil sie etwas verkörpern, das uns selbst oft fehlt. Mut. Sie leben das, was sich viele nur heimlich wünschen: radikal zu sein. Wahrhaftig. Frei. Sie haben sich befreit von der Diktatur des Verstandes – und zeigen uns: Das Ziel des Menschen ist nicht, sich anzupassen. Sondern zu erschaffen.

Und damit zum Künstler. Warum ist Kunst so wertvoll – obwohl wir das rational kaum erklären können? Vielleicht, weil wir beim Kreieren unserer tiefsten Natur nahekommen?

Ich bin überzeugt: Etwas zu erschaffen – sei es ein Gemälde, ein Unternehmen, ein Haus oder ein Herzensprojekt – speist uns aus einer inneren Quelle. Es gibt Energie zurück. Denn Menschen sind dafür gemacht, das Leben schöpferisch zu gestalten. Kunstvoll zu inszenieren.

Und manchmal – ja, manchmal – siegt die Ästhetik über die Vernunft. So what.