Missverständnis des Tages: Müdigkeit kommt von zu viel Tun?
Müde bin ich nur, wenn ich das tue, was ich nicht tun will. Füge ich jedoch eine Tätigkeit meines Beliebens in die Gleichung ein, erhalten wir ein ganz anderes Ergebnis. Jeder innere Widerstand erzeugt Reibung und Reibung kostet Energie. Kinder haben unter anderem deshalb mehr Energie, weil sie ihren Impulsen folgen.
Wenn ich müde bin und auf den Fußballplatz gehe, bin ich nach einer Stunde Rennen und Spielen nicht mehr müde, obwohl ich körperlich und geistig mehr geleistet habe als in einer Stunde im Büro. Wenn ich an einer Sache arbeite, die mich wirklich interessiert, brenne ich die ganze Nacht dafür und brauche kaum Schlaf, weil ich es kaum erwarten kann, weiterzumachen.
Natürlich ist das individuell – nicht jeder ist ein Workaholic. Aber niemand muss ein niedriges Energielevel einfach hinnehmen oder es mit Alter oder Umständen entschuldigen.
Sobald man einen Impuls verspürt und der Verstand einsetzt, sollte man kurz innehalten und sich beobachten: Welche Ausrede kommt jetzt? Ist es wirklich Vernunft oder bloß mentaler Widerstand? Habe ich Angst oder schäme mich, diesem Impuls zu folgen? Oder steckt man schlicht in einer Routine fest?
Wenn man versteht, warum man nicht tut, was einem Freude bereitet, kann man anfangen, mit sich zu arbeiten, sich Mut zusprechen und endlich umsetzen, was man schon immer einmal tun wollte.
Denn: Müdigkeit nervt doch!